Aktuelles in der Landwirtschaft

Geschafft!!

Es hat tatsächlich bis jetzt gedauert, damit alle Kühe mit Kälbern und den dazugehörigen Deckbullen, aussortiert und auf die Weiden aufgetrieben bzw. -gefahren werden konnten. Das Wetter hat uns mehrmals einen Streich gespielt, und die nasskalte Witterung ist nicht wirklich gut für die neugeborenen Kälber. 

Aber jetzt konzentrieren wir uns auf Pflege-Arbeiten im und um den Stall. So wurden alle Flächen von Mist und übriggebliebener Einstreu gesäubert, die Wände abgeblasen und alle Maschinen, die den Sommer über zum Einsatz kommen, “griffbereit” aufgestellt.

Den täglichen “Weidegang” in die Wiesen ums Haus erleichtert das Quad. Weidenmanagement und -Kontrolle sind im Sommer überaus wichtig und für die Geburten, die Gesundheit und die Aufzucht unerlässlich.

Wenn der Geburtsvorgang beginnt, sondert sich die Kuh von der Gruppe ab, um ihr Kalb in Ruhe zu gebären. In der Regel benötigt sie dafür keine Hilfe, aber es gibt auch Ausnahmen. Würden wir dann nicht eingreifen, hätte das Kalb in den meisten Fällen keine Chance zu überleben.

In den ersten Tagen hält sich das Kälbchen dann geduckt in Wartestellung versteckt im hohen Gras oder unter Sträuchern, bis die Kuh es zum Trinken immer wieder abholt. Auch das beobachten wir sehr genau – ganz besonders an sehr heißen Tagen, damit wir sicher sind, das das Kalb gut versorgt wird.

Ähnlich passiert es so bei den Reh-Kitzen, die derzeit das Licht der Welt erblicken. Sie sind gut getarnt im Gras versteckt. Vor der Mahd wird deshalb mit Drohnen die vorgesehene Fläche abgeflogen, um kein Kitz dem Mäh-Tod auszusetzen.

Die Jäger begleiten den Drohnenflug, um ein gesichtetes Kitz aus der Fläche zu holen. Um den menschlichen Geruch nicht zu übertragen, wird es mit Handschuhen oder Grasbüscheln in einen Korb gesperrt und für die Dauer der Mahd am Rand abgesetzt.