Hofgeschichten im März

Wandern am Spitzingsee

Bei meiner ersten Wanderung am vergangenen Freitag, war ich mit einer Gruppe unterwegs, die sich bei einem Rundgang vom Schliersee zum Spitzingsee verabredet hatte. Herrlicher Sonnenschein und ein Begleiter, der sich die Zeit nahm, uns die Geschichte von der stillgelegten Bockerlbahn und dem verbliebenen Wanderweg zu erzählen. Bei einer schönen Einkehr im Blecksteinhaus auf 1060m Seehöhe, durfte sich die Gruppe bei einer guten, hausgemachten Mahlzeit und netten Geprächen, erholen. Leider hab ich eher selten die Gelegenheit, solche Wanderungen mitzumachen.

Jetzt im März steht noch der Termin für die Klauenpflege, dem Mistfahren, dem ersten Feldbau, der Wiesenpflege und noch so einigen Unternehmungen an, die nicht mehr verschoben werden können.

Bei mir spielt sich die Arbeit mehr im und um das Haus ab. Im Frühjahr treibt mich die Gewohnheit an, alles neu zu ordnen, zu entrümpeln, zu putzen und frisch zu dekorieren. Der Garten lockt mit den ersten Blüten und alles verdorrte und abgestorbene Material muss nun langsam aus den Beeten entfernt werden. Langsam deshalb, weil sich ja unter manchem Reisighaufen noch schlafende Igel, Kröten und Frösche verstecken könnten. Wobei die Krötenwanderung jetzt mit den warmen Tagen schon voll im Gang sein müsste! Auch die Molche sind so früh im Jahr auf Partnersuche und bei den Vögeln merkt man langsam, dass sich die Stimmen vervielfältigen. So mancher Zuggast ist wohl wieder zurückgekommen und macht sich morgens lautstark bemerkbar.

In meinem Hochbeet habe ich bereits Salat und Kohlrabi gepflanzt. Zum Auffüllen zog ich mit Schubkarre und Schaufel los, um die schöne, lockere Erde vom Maulwurf zu nutzen. Wir hatten wohl einige “Bodybuilder” dabei, denn die wilde Blumenwiese war gut bestückt mit den Haufen. Der Bärlauch steht auch schon zum Pflücken bereit und man kann die ersten, ganz jungen Wildkräuter ernten.

Wenn es länger so schön und trocken bleibt, wird sich die Vegetation rasch entwickeln und dann kommt die Arbeit im Garten, die keiner so wirklich mag: die Beete von allzuviel Beikraut zu befreien!! Aber was sein muss, muss eben sein.

Das Leben wird leicht, wenn du annimmst, was du nicht ändern kannst, und das änderst, auf was du wirklich Einfluss hast.